Im Juli durften wir Vanessa Zobel, Marco Mohrmann, Wiebke Scheidl und Knut Ehlert bei uns in Westertimke begrüßen.
Gemeinsam haben wir über erneuerbare Energien, Biogas, Stromspeicher und die Energiewende gesprochen. Unser Geschäftsführer Stefan Heins stellte dabei die heutige BST-Familie mit ihren fünf Unternehmen vor und zeigte auf, welchen Beitrag wir täglich für Energie- und Ernährungssicherheit sowie regionale Wertschöpfung leisten. Von flexibel steuerbarer erneuerbarer Energie über innovative Speicherlösungen bis hin zu moderner Agrartechnik tragen unsere Unternehmen dazu bei, die Herausforderungen der Zukunft praktisch und regional zu lösen.
Besonders positiv hervorzuheben war die fachliche Tiefe des Austauschs. Vanessa Zobel und Marco Mohrmann stellten kluge, fundierte Fragen und zeigten ihre große Nähe zu den Themen der Branche. Daraus entwickelte sich eine offene Diskussion, die weit über allgemeine energiepolitische Schlagworte hinausging.
Ein spannender Punkt waren die Einblicke direkt aus Berlin: Nach Einschätzung von Vanessa Zobel fehlen in politischen Debatten rund um Biogas häufig belastbare Zahlen, Fakten und praxisnahe Argumente, um pauschalen oder falschen Behauptungen über die Branche wirksam entgegenzutreten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Biogasbranche ihre Interessen oftmals weniger offensiv vertritt als andere Bereiche der erneuerbaren Energien, insbesondere die Windenergie. Umso wichtiger ist die Arbeit des Fachverband Biogas e.V. und der Landesverbände Erneuerbare Energien.
Durch unsere Aktivitäten mit BST France konnten wir außerdem einen direkten Vergleich zum französischen Markt ziehen. Die Unterschiede bei Investitionsbereitschaft und Projektgeschwindigkeit sorgten für spannende Diskussionen. Während in Deutschland viele Projekte auf politische und regulatorische Unsicherheiten treffen, erleben wir in Frankreich deutlich mehr Dynamik im Bereich Biogas und Biomethan.
Großes Interesse fanden auch die Entwicklungen im Bereich Stromspeicher. BST Innova und PowerWerker arbeiten an innovativen Projekten und Konzepten, die das Potenzial haben, die Energiebranche nachhaltig zu verändern. Speicher sind schon heute ein entscheidender Baustein für Netzstabilität, Versorgungssicherheit und das Gelingen der Energiewende.
Ebenfalls intensiv diskutiert wurden die langen Genehmigungsverfahren sowie die häufig herausfordernde Situation bei Netzanschlüssen. Aus unserer täglichen Praxis wissen wir, wie sehr diese Themen Investitionen bremsen. Gleichzeitig stehen wir hierzu bereits in Gesprächen mit Netzbetreibern und weiteren Akteuren und entwickeln Ideen, die nicht nur einzelnen Projekten, sondern der gesamten Branche zugutekommen könnten. Die vorgestellten Ansätze fanden in der Runde großen Anklang.
Unser Fazit:
Die Technologien sind vorhanden. Jetzt braucht es die passenden Rahmenbedingungen, damit diese Potenziale auch gehoben werden können.
Vielen Dank an unsere Gäste für den offenen, konstruktiven und fachlich wertvollen Austausch. Genau solche Gespräche zwischen Politik und Praxis braucht es, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten.